Jugendarbeit und Erinnerungsarbeit

Das Projekt „Damit kein Gras drüber wächst“

Das vom Landesjugendring Saar 2020 initiierte Projekt strebt an: 

  • jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich mit geschichtlich-politischen Themen des Nationalsozialismus in ihrer Region auseinanderzusetzen. Und zwar genau an den Orten, wo sich diese Geschichte ereignet hat.
  • Dank verschiedener außerschulischer Methoden der Jugendarbeit erfolgt die Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen nicht nur unter historischen (oder schulischen) Gesichtspunkten, sondern die Jugendlichen lernen auch, diese in Bezug zu aktuellen Debatten - beispielsweise über Menschenrechte, Demokratie und Diskriminierung - zu setzen.

Im Rahmen des Projekts werden mehrere Aktivitäten durchgeführt: 

  • Workshops (Graphik- und Schreibworkshops, Fortbildung für das Lehrpersonal)
  • Ausstellungen
  • Entwicklung von pädagogischen Werkzeug (Beispiel: App "Raddeln und Errinern")
Partner: Landesjugendring Saar, Historisches Museum Saar, Initiative Neue Bremm u.a.


Erfahren Sie mehr 

 „Buddeln und bilden“

Am ersten Wochenende im Mai wirken Schulklassen und Jugendgruppen an der Gestaltung der Gedenkstätte am ehemaligen Gestapo-Lager Neue Bremm in Saarbrücken unweit der französischen Grenze mit.

Sie werden von ausgebildeten Peer-Scouts (Peer-to-Peer) und anhand zahlreicher Hörspiele, Fotos und Zeitzeugengespräche über die Geschichte des Lagers und das Leben der Gefangenen informiert. 


Die EuRegio ist der interregionale Partner, was die Teilnahme von Schulklassen und Jugendgruppen aus der Großregion am jährlichen Workcamp erleichtert. 

Das Workcamp 2021

Das Workcamp 2020

Neue Bremm, ein Rundgang mit Horst Bernard

Erfahren Sie mehr  

Gedenkstätten, Vereine, Bildungszentrum, Ansprechpartner in der Großregion
Liste der Gedenkstätte

Projekte, die bei der Fachtagung der EuRegio im September 2022 präsentiert wurden: 
Veröffentlichung Fachtagung 2022

Das Interreg VA-Großregion Projekt « Land of Memory »: 
Erfahren Sie mehr

ECHO’GR

(Europe – Culture – Héritage – Odysée – Grande Région)

Entstehung des Projektes
-Mit dem Interreg-V-Projekt Land of Memory (2016-2022) konnten 102 Gedenkstätten in der Großregion miteinander vernetzt und ihre touristische Attraktivität gesteigert werden.
- Es existiert eine langjährige Zusammenarbeit der EuRegio mit dem Landesjugendring im Saarland im Rahmen seiner Initiative „Damit kein Gras drüber wächst” (Baustellencamp „Buddeln und Bilden”), und die Organisation eines Studientages im Jugendbereich im Jahr 2022 „Über Grenzen hinweg – Erinnern mit Jugendlichen“ bildete einen weiteren Höhepunkt.

Allgemeine Ziele des Projektes : Durch ihre besondere Geschichte seit 1870 kommt der Großregion vor dem Hintergrund eines sich heute zerbrechlich zeigenden Europas eine wichtigere Rolle als jeder anderen Gegend zu, um an die europäische Geschichte zu erinnern, um die Werte zu bekräftigen, die den Kontinent geeint haben, aber auch um die jüngeren Generationen aktiv zu ermutigen, zum Erhalt von Frieden und Wohlstand beizutragen. Das Projekt soll ihnen das außergewöhnliche politische Erbe dieses grenzübergreifenden Einzugsgebiets, der Großregion, übermitteln, um sie zu Akteuren der europäischen Demokratie zu machen.

Budget: 4.525.652 €, davon 2.715.391 € EFRE-Mittel (60%). Die EuRegio wird an diesem Projekt als finanzieller Partner mit einem Beitrag von 46.080,60 € in 3 Jahren mit 60% EFRE-Förderung (27.648,36) und 40% Eigenmitteln (18.432,24) teilnehmen.

Partner : Es gibt 12 Finanzpartner, die Province de Luxembourg ist federführender Partner, 32 strategische Partner (ohne finanzielle Beteiligung).

Arbeitspakete
- Für die konkrete Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen werden ein wissenschaftlicher Ausschuss und ein pädagogisches Laboratorium, bestehend aus Historikern, Soziologinnen, Kulturvermittlern und Fachkräften aus dem Jugendbereich, die historischen und kulturellen Hintergrundinformationen liefern.
- Für die konkrete Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen werden ein wissenschaftlicher Ausschuss und ein pädagogisches Laboratorium, bestehend aus Historikern, Soziologinnen, Kulturvermittlern und Fachkräften aus dem Jugendbereich, die historischen und kulturellen Hintergrundinformationen liefern. - In einem zweiten Schritt soll die Besichtigung von Gedenkstätten durch eine gemeinsame Inszenierung um demokratische Fragestellungen erweitert werden. Ergänzende didaktische Konzepte bieten Raum für neue Formen der Wissensvermittlung und Aufklärung: Aufbau eines Akteursnetzwerks zur Entwicklung partizipativer Animationskonzepte, grenzüberschreitende Bürgerbegegnungen, grenzüberschreitender Veranstaltungskalender, Strukturierung und Aufbau eines grenzüberschreitenden Netzwerks von Gedenkwanderwegen, praktischer Reiseführer mit Ausflügen zu Gedenkstätten für Schülerinnen und Schüler.
- Überlegungen zur Fortführung des Netzwerks über die europäische Finanzierung hinaus.

Das Projekt startete am 1. September 2025.er Die ersten Sitzungen behandeln die Themen der Projektleitung, des Kennenlernens der verschiedenen Partner sowie die Zusammensetzung des wissenschaftlichen Austauschs und des pädagogischen Labors.

Kick-Off Veranstaltung des Projektes am 26. Januar 2026 in Saarbrücken und Besuch in die Gedenkstätte Neue Bremm.