Kooperationsstrukturen

Die ersten grenzüberschreitenden Strukturen

  • Zur Gestaltung dieses Kooperationsraums, der im Herzen Europas und im Knotenpunkt von großen Achsen liegt, der von vielen, vor allem wirtschaftlichen Verflechtungen (u. a. hohe Grenzgängerströme) geprägt ist, haben sich schrittweise Kooperationsstrukturen ab den siebziger und achziger Jahren eingerichtet.
  • Im Jahre 1969 wurde die Regierungskommission als erstes Kooperationsgremium zwischen Frankreich und Deutschland gebilligt. Sie fasste Vertreter der staatlichen Regierungen zusammen. Im Jahre 1971 hatte sie sich auf Luxemburg ausgeweitet. Hauptziel war das Verfassen von Abkommen, die für eine geeignete Arbeitsweise der grenzüberschreitenden Zusammen-arbeit nützlich waren.
  • Die Regionalkommission « SaarLorLux/Trier-Westpfalz » (informell seit 1971) wurde nach dem Abkommen vom 16. Oktober 1980 zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg eingerichtet. Es handelte sich um ein grenzüberschreitendes Kooperationsgremium der staatlichen Stellen auf lokaler Ebene. Seit 2005 haben die Regionalkommission und der Gipfel schrittweise fusioniert.

Politische Strukturen

  • Im Anschluss an den Gipfel der Großregion im Jahre 2005 hat sich um mehrere Säulen eine klare institutionelle Architektur entwickelt :
  • der Gipfel der Großregion (Gründung im Jahre 1995): strategische Lenkung, Impuls- und Entscheidungsebene. Er ist das exekutive Gremium und besteht aus 11 Partnern. Die Präsidentschaft wechselt alle 2 Jahre. Er steht von 2017 bis Ende 2018 unter der Präsidentschaft Luxemburgs.
    Offizielles Portal der Großregion 
  • der Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion (Gründung im Jahre 1997) ist im sozio-ökonomischen Bereich das beratende Organ des Gipfels der Großregion. Er hat die Aufgabe, sich in Form von Stellungnahmen oder Beschlüssen mit den Problemen im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung sowie der Raumordnung in der Großregion zu beschäftigen. Er trägt zum sozialen Dialog bei und bezieht sich dabei auf die Empfehlungen und Erfahrungen der Partner. Er besteht  aus Vertretern, die aus Arbeitnehmervertretungen, Arbeitgeberorganisationen stammen, sowie aus einer Gruppe über deren Zusammensetzung die Regionen jeweils frei entscheiden können.
  • der Interregionale Parlamentarier-Rat (Gründung im Jahre 1986): er versteht sich als beratende parlamentarische Versammlung der Großregion.
  • EuRegio SaarLorLux+ (1995) : der kommunale Spitzenverband der Großregion.

Sozio-ökonomische Strukturen

Weitere Strukturen